Musik-Comedian Lars Redlich im Interview

Musik-Comedian Lars Redlich im Interview

Wer ist eigentlich Lars Redlich?

Eines wird schon nach den ersten Sätzen, die Lars Redlich äußert, klar: Sein Name ist Programm und Schulunterricht wäre bei ihm alles andere als lahm gewesen. Denn Lars ist redlich, parodiert gerne bekannte Ohrwürmer und hat für jede Frage eine eloquent gereimte Antwort auf den Lippen. Sein ursprünglicher Plan: Schülern die Welt des Sports und der Musik lehren – die Anziehungskraft der Bühne war jedoch stärker. Heute begeistert der 35-Jährige aus Berlin deutschlandweit sein Publikum mit Comedy-Shows, als Musical-Darsteller und mit seiner Late-Night Show „Berlin in einem Zug“. Wer ist er eigentlich? Dieser Lars Redlich? Vor seiner Show in Spangenberg stand er uns Rede und Antwort.

Musik ist nicht gleich Musik

Der Kabarettist, Musical-Darsteller und Moderator entschied sich noch während seines Lehramts-Studiums für die Bühne. Das war vor etwa 10 Jahren. „Ein Bekannter von mir fragte mich damals, ob ich mir sein neues Showprogramm ansehen könnte. Er brauchte Feedback“, erinnert sich Lars an den Beginn seiner Leidenschaft. „Ich kam zwar aus der Musik, war aber am Mikro steif wie ein Brett. Mein Kumpel hat mir gezeigt: Musik geht auch lebendig“, erzählt der 35-Jährige weiter. Der Lehrer-Sohn Lars wechselte  ins Show-Business und  studierte Musik, Tanz und Schauspiel.

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Scharfe Barte für den Redlichen

In Nordhessen ist Lars bekannt und sogar Publikums-Liebling: 2014 sang er sich mit seinen Liedern „Penisneid“ und „Schorsch, die einzelne Socke“ in die Herzen der Melsunger Kabarett-Wettbewerbs-Besucher; und erhielt dafür die „Scharfe Barte“. Warum eigentlich „Penisneid“? „Ich finde, man kann schon einfach mal über Körperteile singen – und die Wahrheit ist: Penisneid reimt sich einfach gut auf Ladies Night“, scherzt Lars. In Spangenberg hat er am Wochenende vor dem ersten Advent das ausgesprochen, was viele denken: „Last Christmas geht mir so auf den Sack“. In seiner Version von „Last Christmas“ nimmt er den Wham-Hit ordentlich auf die Humor-Schippe. „In der Adventszeit kommt man an diesem Lied gar nicht vorbei. Es wird unzählige Male im Radio gespielt – in allen möglichen Versionen. Unsere Parodie ist aber auch eine allgemeine Kritik“, sagt Lars. Zusammen mit seinem Show-Kollegen Tino Andrea Honegger beanstandet Lars im Song den allgemeinen Umgang mit dem Geburtstag von Jesus Christus. „Manche wissen nicht mal mehr, warum sie Weihnachten überhaupt feiern. Es geht nur noch um Konsum, begleitet von ‚Last Christmas“, erzählt der Berliner. „Manche feiern auch Weihnachten, weil Jesus Christus aufersteht (…) seelenlose Weihnachten mit Blinkie Hirsch Geweihen“, tadeln die beiden Comedians im Song.

Die ganze Parodie des Wham-Hits gibt’s hier auf die Ohren. Und wir warnen gleich schon mal vor: „Es bohrt sich in dein’ Schädl hinein, da wird es sicher wieder bis Juni sein.“

Wir haben Lars außerdem noch ein paar “Entweder-Oder”-Fragen gestellt, das Video findet Ihr hier:

Und was gibt’s über Lars sonst noch zu wissen? Er steht eher auf Lebkuchen statt auf Vanille Kipferl, nutzt zum Wäsche waschen lieber Flüssigwaschmittel und bevorzugt dick statt doof. Wenn man ihn auf einen Kaffee trifft – dann to stay. Was rein gar nichts mit dem wertvollen Coffeestore-Porzellan zu tun hat, sondern mit der Geste „Zeit schenken“. Zum nächsten Auftritt fährt Lars lieber mit der Bahn statt mit dem Taxi. Was wir mit all diesen Fragen über Lars Redlich rausgefunden haben? Viel und eigentlich nichts – in jedem Fall aber machen sie Spaß.

Lars auf Facebook: www.facebook.com/LarsRedlich.de • Lars im Web: www.larsredlich.de

Gabriela



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